Videokinematographie

Die Radiologie in Wien Währing ist ein spezialisierter Anbieter im Bereich der Videokinematographie, auch bekannt als Schluckröntgen, dynamische Schluckuntersuchung, VFS (videofluoroskopische Schluckuntersuchung) oder VFSS (videofluoroscopic swallow study).

Was ist eine Videokinematographie?

Die Videokinematographie ist eine moderne Durchleuchtungsuntersuchung zur Analyse von Schluckstörungen und Bewegungsabläufen im Bereich von Rachen, Kehlkopf, Speiseröhre und des Magen-Darm-Trakts. Sie wird gezielt zur Abklärung von Symptomen wie “Nahrung bleibt im Hals stecken“, Räusperzwang, Heiserkeit nach dem Schlucken oder ungewolltem Verschlucken (Aspiration) eingesetzt.

In der Radiologie Währing in Wien nutzen wir hochauflösende Videofluoroskopie-Technologie und digitale Bildverarbeitung zur umfassenden Analyse von Schluckproblemen und Schluckstörungen. Unsere erfahrenen Spezialist:innen tragen zu einer zuverlässigen diagnostischen Beurteilung bei, sodass gezielte Behandlungen und Therapien eingeleitet werden können.

Bitte beachten Sie, dass Sie für diese Untersuchung eine gültige Röntgenzuweisung benötigen. Ambulanzbefunde gelten NICHT als Zuweisung!

Vorteile einer Videokinematographie

  • Präzise Bewegungsanalyse durch hochauflösende Videoaufnahmen
  • Geringe Strahlenbelastung bei hoher diagnostischer Aussagekraft
  • Echtzeit-Visualisierung von Schluckabläufen und möglichen Fehlfunktionen
  • Vielseitige Anwendungsmöglichkeiten (z. B. in der Chirurgie, Neurologie, HNO und Logopädie)
  • Objektive Grundlage für Therapieplanung und Verlaufskontrolle

Typische Symptome

Patientinnen und Patienten werden von Ärztinnen und Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen (Allgemeinmedizin, Innere Medizin, Chirurgie, HNO) mit folgenden Fragestellungen überwiesen:

  • Dysphagie (Schluckstörung)
  • gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD)
  • Verdacht auf Aspiration oder funktionelle Schluckstörung bei Refluxbeschwerden (Sodbrennen, saures Aufstoßen, Brustschmerzen, Regurgitation, Verschlucken beim Essen oder Trinken, Husten oder Räuspern während oder nach dem Schlucken, Schleim)
  • Heiserkeit oder Stimmveränderung nach dem Essen
  • Globusgefühl (Kloß- oder Fremdkörpergefühl im Hals)
  • Ungewollter Gewichtsverlust durch Schluckprobleme
  • Refluxösophagitis (Speiseröhrenentzündung)
  • Hiatushernie (ungewöhnliche Ausstülpung eines Magenteils durch das Zwerchfell)
  • Ösophagusmotilitätsstörungen (inklusive Achalasie) (Funktionsstörungen der Speiseröhre, die Symptome wie Dysphagie, Sodbrennen und Schmerzen in der Brust verursachen)
  • Schatzki-Ring (Verengung der unteren Speiseröhre, welche Schluckbeschwerden verursachen kann)
  • Zenker-Divertikel (Ausstülpung im Bereich des oberen Ösophagus)
  • Gastroparese / Störung der Magenmotilität (Magenentleerungsstörung)
  • Laryngitis (Kehlkopfentzündung)
  • Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung)
  • Neurologische Erkrankungen (z. B. Morbus Parkinson, Multiple Sklerose, als Folgen eines Schlaganfalls)
  • Postoperative Evaluierung nach Fundoplikatio-OP oder LINX-Ring-Implantation
  • Beurteilung des Schluckakts z. B. nach Tumor-Operationen im Halsbereich

Ablauf der Videokinematographie in Wien Währing

Die Untersuchung dauert in der Regel etwa 30 Minuten. Für den gesamten Termin (inklusive Vorbereitung und Nachbesprechung) sollten Sie etwa 1 Stunde einplanen.
Eine Videokinematographie kann ausschließlich nach vorheriger Terminvereinbarung durchgeführt werden.
Die Videokinematographie ist ein unkompliziertes Verfahren. Es sind nur wenige Vorbereitungen erforderlich:

  1. am Vortag:
    Verzicht auf blähende Speisen (z. B. Bohnen, Kraut, Linsen, Erbsen)
    Verzicht auf kohlensäure- oder zuckerhaltige Getränke
  2. am Untersuchungstag:
    6 Stunden vor dem Termin nichts essen
    1 Stunde vor dem Termin nichts trinken
  3. Vorbereitung:
    Ablegen von störenden Kleidungsstücken, Schmuck, Piercings, Gürtel und BH.
    Bei Bedarf wird ein Baumwollshirt zur Verfügung gestellt.
  4. Durchführung:
    Ein gut verträgliches Kontrastmittel (Bariumsulfat), in manchen Fällen auch standardisierte Testnahrung (Traubenzucker oder ein Stück Brot), soll gegessen und geschluckt werden.
    Dies erfolgt, je nach Fragestellung, in unterschiedlichen Körperpositionen (im Stehen, auf dem Rücken liegend, in Seitenlage, in Bauchlage).
    Mithilfe der Durchleuchtung werden die Bewegungsabläufe in Echtzeit erfasst.
  5. Analyse:
    Die erhobenen Bilddaten werden analysiert. Abweichungen von regulären Bewegungsmustern können sichtbar gemacht und von unseren Radiologinnen und Radiologen interpretiert werden.
  6. Befundung:
    Die Ergebnisse werden von Fachärztinnen und Fachärzten für Radiologie in einem detaillierten Befund zusammengefasst und dienen als Grundlage für therapeutische Maßnahmen oder weiterführende Untersuchungen.

Kosten & Krankenkasse

Die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenversicherungen (ÖGK, BVAEB, SVS, KFA) übernommen.  

Auch Patient:innen aus EU-/EWR-Staaten, sowie der Schweiz, können die Untersuchung mit ihrer Europäischen Krankenversicherungskarte (EKVK) unkompliziert in Anspruch nehmen. Die Abrechnung erfolgt üblicherweise direkt mit der Österreichischen Gesundheitskasse.

Wenn Sie die Videokinematographie als Privatpatient:in in der Radiologie Währing durchführen lassen, informiert Sie unser Team gerne bereits bei der Terminvereinbarung über die Kosten. Sie erhalten nach der Untersuchung eine Honorarnote, die am Tag der Untersuchung vor Ort zu begleichen ist. Diese können Sie anschließend bei Ihrer privaten Krankenversicherung einreichen. Eine Rückerstattung ist – abhängig vom jeweiligen Versicherungstarif – in vielen Fällen möglich.